Gummi, PVC oder Polyurethan
Welches Material eignet sich für welche Art von Arbeitsplatzboden?
Beim Kauf einer Arbeitsplatzmatte achten viele zunächst auf das Profil, die Farbe oder die Abmessungen. Die Materialzusammensetzung wird dabei oft übersehen, obwohl gerade dieser Faktor entscheidend dafür ist, wie sich die Matte bei Kontakt mit Öl verhält, wie gut sie starker Beanspruchung standhält und welchen tatsächlichen Komfort sie Personen bietet, die acht Stunden am Tag darauf stehen. Gummi, PVC und Polyurethan sind die drei Materialien, die in der gesamten Mattenbranche dominieren, wobei jedes dieser Materialien ein ganz eigenes Verhältnis von Stärken und Schwächen aufweist.
Gummi: für industrielle Einsatzbedingungen geeignet
Gummimatten insbesondere solche aus Nitrilkautschuk sind der Standard in Bereichen, in denen Langlebigkeit und Chemikalienbeständigkeit von entscheidender Bedeutung sind. Sie bieten eine hervorragende Rutschfestigkeit und halten selbst rauen Bedingungen stand, einschließlich des Kontakts mit Ölen und Flüssigkeiten; damit ist Gummi die logische Wahl für Werkstätten, Fertigungslinien und andere industriell stark beanspruchte Umgebungen.
Diese Langlebigkeit beruht nicht nur auf der Verschleißfestigkeit, sondern auch auf der chemischen Beständigkeit. Naturkautschuk ist äußerst robust und widerstandsfähig gegen Stöße sowie Abrieb; zudem hält er zahlreichen Chemikalien stand, was eine einfache Reinigung ohne Materialschäden ermöglicht. Kautschuk ist in verschiedenen Zusammensetzungen erhältlich ob als Natur- oder Recyclingmaterial, wobei Naturkautschuk biologisch abbaubar und umweltfreundlich ist, während Recyclingkautschuk Abfallprodukten wie Altreifen ein zweites Leben schenkt und das Material somit auch unter Nachhaltigkeitsaspekten attraktiv macht.
Der Nachteil: Gummi ist schwerer und in der Anschaffung im Allgemeinen teurer als PVC. Für Einsatzbereiche, in denen dieses Gewicht und die höheren Anschaffungskosten keine Rolle spielen und in denen Chemikalienkontakt, hohe Belastungen sowie eine dauerhafte, intensive Nutzung an der Tagesordnung sind –, ist dies jedoch ein akzeptabler Kompromiss.