Warum sich die Arbeit im Stehen im Büro anders gestaltet, als Sie denken
Immer mehr Büros investieren in Sitz-Steh-Schreibtische motiviert durch Richtlinien zur betrieblichen Gesundheitsförderung, den Fokus auf das Wohlbefinden und das Ziel, die Zeit zu reduzieren, die Mitarbeiter im Sitzen verbringen. Auch wenn dies eine positive Entwicklung darstellt, greift sie oft zu kurz, um das Problem ganzheitlich zu lösen. Zwar mag ein Sitz-Steh-Schreibtisch das Problem des übermäßigen Sitzens beheben, doch schafft er zugleich ein neues: das zu lange Stehen auf hartem Boden. Und genau hier versäumen es viele Büros, die richtige Lösung zu finden.
In der Produktion oder hinter der Theke im Gastgewerbe ist der Einsatz von Anti-Ermüdungsmatten bei längerem Stehen längst Standard. Im Büro hingegen ist das Bewusstsein dafür kaum vorhanden dabei gilt hier dasselbe Prinzip. Beton unter Laminat, Fliesen in der Teeküche oder im Empfangsbereich sowie harte Vinylböden bieten keinerlei Dämpfung. Der Körper muss die Belastung selbst abfedern in den Füßen, Knien und im unteren Rücken.
Der Unterschied zu einem Arbeitsplatz in der Fertigung ist vor allem eine Frage der Wahrnehmung. Die Arbeit an einem Sitz-Steh-Schreibtisch, bei der man täglich zwei bis vier Stunden steht, fühlt sich nicht extrem an, doch die körperlichen Auswirkungen summieren sich. Wie bei der Steharbeit in der Industrie gilt auch hier: Je härter der Untergrund, desto schneller treten Ermüdungserscheinungen und körperliche Beschwerden auf.