Was bewirkt es für Ihre Füße und Ihren Rücken, wenn Sie den ganzen Tag stehen?

Nach einer langen Schicht an der Kasse, der Servicetheke oder in der Werkstatt erleben viele Menschen dasselbe: schwere Beine, einen steifen Rücken und schmerzende Füße. Wer viel auf den Beinen ist, tut dies oft einfach als „Teil des Jobs“ ab doch es handelt sich um ein echtes körperliches Problem mit einer klaren Ursache, für das es Lösungen gibt, die weit über das gelegentliche Hinsetzen hinausgehen.

Was können Sie dagegen tun?

Was passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie lange stehen?

Wer stundenlang stillsteht, beeinträchtigt die Durchblutung der Beine. Normalerweise wirken die aktiven Beinmuskeln wie eine Pumpe, die den Rücktransport des Blutes zum Herzen unterstützt. Beim Stillstehen fällt diese Pumpfunktion weitgehend weg, wodurch sich Blut und Flüssigkeit in den Unterschenkeln und Füßen stauen. Dies erklärt, warum sich die Füße am Ende einer Schicht oft geschwollen anfühlen.

Zudem tragen im Stehen dieselben Gelenke Sprung-, Knie- und Hüftgelenke sowie der untere Rücken dauerhaft das Körpergewicht. Ohne Abwechslung bei Haltung oder Bewegung bleibt der Druck auf diese Bereiche konstant, was schließlich zu Ermüdung, Muskelverspannungen und bisweilen zu chronischen Beschwerden führt.

Untersuchungen des TNO (Niederländische Organisation für angewandte naturwissenschaftliche Forschung) zu arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen belegen, dass Faktoren wie sich wiederholende Bewegungen, ungünstige Arbeitshaltungen, hoher Arbeitsdruck und Krafteinwirkung maßgeblich zum Risiko für solche Erkrankungen einschließlich Schmerzen im unteren Rücken sowie Hüft- oder Kniearthrose beitragen. Auch das längere Stehen auf einem harten, ebenen Untergrund zählt zu diesen Risikofaktoren, insbesondere in Verbindung mit einem Mangel an Haltungswechseln.

Auswirkungen des Bodens

Ein oft unterschätzter Faktor ist der Untergrund, auf dem man steht. Beton, Fliesen und Industrieböden sind extrem hart und bieten keinerlei Dämpfung. Jeder Schritt und jede Gewichtsverlagerung wird direkt auf Gelenke und Muskeln übertragen, anstatt abgefedert zu werden.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Gehen auf Gras oder Sand, wo der Untergrund nachgibt und einen Teil des Aufpralls abfedert. Auf einem harten Arbeitsboden fehlt dieser natürliche Effekt völlig es sei denn, man platziert etwas zwischen den Füßen und dem Boden, das ein gewisses Nachgeben ermöglicht.

Was hilft bei Beschwerden durch stehende Arbeit?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die mit der Arbeit im Stehen verbundene Belastung zu verringern:

Wechseln Sie häufig die Position.

Selbst kleine Bewegungen, wie etwa die Gewichtsverlagerung von einem Fuß auf den anderen, halten den Blutkreislauf besser in Schwung als völliges Stillstehen.

Geeignetes Schuhwerk.

Schuhe mit ausreichender Dämpfung und Stützwirkung reduzieren die direkte Stoßbelastung für Füße und Knöchel.

Planen Sie kurze Pausen ein.

Sich kurz hinzusetzen oder umherzugehen unterbricht die Dauerbelastung und gibt den Muskeln die Gelegenheit, sich zu erholen.

Verwendung einer Anti-Ermüdungsmatte.

Diese Matten sind speziell darauf ausgelegt, minimale, kontrollierte Muskelbewegungen zu ermöglichen. Diese leichte Nachgiebigkeit fördert die Durchblutung und verringert den direkten Druck auf die Gelenke im Vergleich zum Stillstehen auf einem vollkommen ebenen, harten Boden.

Von diesen Maßnahmen lässt sich eine Anti-Ermüdungsmatte oft am einfachsten systematisch umsetzen, da sie keine Verhaltensänderung seitens des Mitarbeiters erfordert; die Matte übernimmt die Arbeit, unabhängig davon, ob jemand aktiv darüber nachdenkt, seine Stehhaltung zu verändern.

Nicht jeder Arbeitsplatz erfordert dieselbe Lösung.

Der richtige Ansatz hängt vom Arbeitsumfeld ab. Hinter einer Kasse oder einem Verkaufstresen reicht oft eine dünnere, komfortable Matte aus. In einer Werkstatt, in der Öl oder Feuchtigkeit vorkommen, sind hingegen Dämpfung und Rutschfestigkeit entscheidend. In solchen Fällen empfiehlt es sich, auf Matten zu achten, die sowohl hinsichtlich der Stoßdämpfung als auch der Rutschhemmung (zum Beispiel gemäß der R-Klasse nach DIN 51130) geprüft wurden, um sowohl Komfort als auch Sicherheit zu gewährleisten.

Zusamenfassend

Fuß- und Rückenschmerzen nach einem Tag im Stehen sind keine unvermeidliche Begleiterscheinung der Arbeit, sondern die direkte Folge der Reaktion des Körpers auf langanhaltende, statische Belastung. Kleine Anpassungen an Körperhaltung und Schuhwerk können zwar helfen, doch eine strukturelle Lösung wie etwa eine sorgfältig ausgewählte Anti-Ermüdungsmatte setzt direkt an der Ursache des Problems an: dem Untergrund, auf dem man steht.